TEXTE

Magda Csutak

Die Annäherung an die Null

Hier sind die wichtigsten Schritte zu Stationen, die darauf hinweisen, wie ich durch meine Arbeit zur Frage Null gekommen bin (ich bin am Rande des Quantenfeld Vakuums gelandet).

Materie formt, deutet

Mein Interesse für das Material reicht lange zurück. Wenn ich nachdenke, wo es richtig, eindeutig in meiner Arbeit zur Geltung kommt, dann trägt es eben auch den Titel Zu Ehren der Erde, eigentlich ein Hochrelief MATERIE ERDE, ein 3×3 m2, tonnenschweres massives Schamottwerk. In Wellenformen modellierte Masse in 9 Elementen, quad ratisch, blockmäßig GEO-METRISCH gegliedert. Das kann hier wortwörtlich als Eingriff eines GEOMETERS betrachtet werden (und nicht als Kunstrichtung bezeichnete Geometrie). Nur wegen der Benützung geometrischer Formen fühle ich mich nicht zu den geometrischen Künstlern zugehörig. Wir haben Definitionen (Kategorien), aber wir irren uns häufig über deren sprachliche Anwendungen. Hier kommt die visuelle Sprache zur Hilfe.


Magda Csutak

Meine Kunstkammer,
Materialität in der Medienkunst oder die Aktivität der Materie.

Das Phänomen unserer Zeit, der zunehmende Verlust von körperhafter Substanz durch Digitalisierung und damit die steigende Flut von Daten und Informationen lässt uns vergessen oder ignorieren, dass gerade in dem Wesen der Materie selbst, in dessen Aktivität die Möglichkeit liegt, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Sie selbst ist Akteur in dem Erkenntnisprozess.


Emese Mucsi

Todesangst hin oder her
In der Übersetzung von Zita Ragoncza
MAGDA CSUTAK: AUSZEICHNUNG

„Was das Computer-Horror“ — diese geheimnisvolle Aufschrift ist auf dem 1978 entstandenen Werk der bildenden Künstlerin Magda Csutak (1945, Sepsiszentgyörgy) zu lesen. Obwohl bestimmte Eigenschaften des filigranen Gegenstandes aus Knochenporzellan, das durch eine einzigartige Herstellungsweise geschaffen wurde, den Merkmalen einer Anstecknadel gleichen – die Anbringung erfolgt auf ähnliche Weise, die Materialqualität ist bedeutungsvoll – wird hier die Form in den Hintergrund gedrängt und die vom Gegenstand getragene und verkündete Nachricht hervorgehoben.


Mein Beitrag zum internationalen Jahr des Glases 2022

Zusammengestellt von Rebeka Erdő

ZUM WERK
Ich stelle mein Oeuvre (Arbeiten) in “Meine Kunstkammer” zusammen, die die Zukunft mit
der Vergangenheit verbindet, indem ich drei große Fragen stelle:
Was ist:
1) die Materie, die körperhafte und körperlose Materie (elementare Teilchen, wie
Elektronen, Photonen, usw.),
2) die Null (das Nichts oder die Ellipse),
3) das Verhältnis zwischen Bild und Abbild.
Die drei Themen sind eng miteinander verbunden und erhalten immer mehr Bedeutung
durch die Verwendung von elektronischen und quantenbasierten Instrumenten in der
sogenannten „PROTHESEN WELT“ (Mikroskope, Teleskope, Computer, Smartphone, usw.).

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